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Aktionen in Freising Zurück

Zahlreiche ehemalige politische Gefangene und von Menschenrechtsverletzungen bedrohte Personen sind der Überzeugung, dass die Aktionen von Amnesty International einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung ihrer Lage geleistet haben. So zeigen die weltweiten Aktionen von Amnesty International in gut einem Drittel der aufgegriffenen Fälle spürbare Wirkung: Gefangene werden freigelassen, Hinrichtungen ausgesetzt, Todesurteile umgewandelt. Ärzte, Rechtsanwälte oder Angehörige können zuvor isolierte Gefangene besuchen.

Kein Staat setzt sich gerne dem Vorwurf aus, für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich zu sein. Deshalb erzeugt erst das fortgesetzte, weltweite und öffentliche Anprangern von Menschenrechtsverletzungen den notwendigen politischen Druck, damit der Missbrauch endet.

Und genau darum zählt Ihre Stimme!

Unser Aktions-Logbuch:   
Unsere Aktionen Zurück
 
6. Oktober 2018

114 Unterschriften für unsere öffentliche Appellaktion an den russischen Innenminister zugunsten des Rechtsanwaltes Mikhail Benyash.

Mikhail BenyashAm 9. September wurde der Anwalt Mikhail Benyash in Krasnodar von der Polizei festgenommen, geschlagen und inhaftiert. Seine Inhaftierung erfolgte lediglich, weil Mikhail Benyash Protestierenden, die während friedlicher Proteste in Krasnodar Opfer von Misshandlungen der Polizei geworden sind, rechtlichen Beistand geleistet hatte. Ein Gericht erklärte ihn des "Widerstands gegen rechtmässige polizeiliche Anordnungen" für schuldig und verurteilte ihn am 11. September zu 14 Tagen Verwaltungshaft.

Das Recht auf friedliche Versammlung wird in Russland zunehmend eingeschränkt. Die Behörden zeigen ein hohes Maß an Intoleranz gegenüber friedlichen, öffentlichen Protesten. Gleichzeitig wendet die Polizei regelmässig unverhältnismässige Gewalt an, um friedliche Protestierende vom Ort der Proteste zu entfernen und festzunehmen.

Amnesty International geht davon aus, dass die Festnahme und Verurteilung von Mikhail Benyash politisch motiviert sind, da er Protestierenden, die während der friedlichen Proteste in Krasnodar Opfer von Misshandlungen der Polizei geworden sind, rechtlichen Beistand geleistet hatte. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss. Darüber hinaus müssen seine Vorwürfe, dass er von der Polizei geschlagen worden sei, wirksam untersucht werden, und die Täter hierfür zur Verantwortung gezogen werden.

Weiter durften wir an unserem Stand eine private Spende anlässlich eines doppelten Geburtstags entgegennehmen - es kamen €325 für die Arbeit von Amnesty zusammen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die grosszügige Spende.
Mikhail Benyash


 
7. Juli 2018

Spenden in Höhe von €427 für unsere weltweite Menschenrechtsarbeit sind bei unserer alljährlichen Sammlung in der Freisinger Innenstadt zusammengekommen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern.

53 Unterschriften für unseren öffentlichen Appell an die Generalstaatsanwältin von Sambia, Frau Shawa-Siyunyi, zugunsten des Musikers und Menschenrechtsverteidigers, Fumba Chama alias "Pilato".

PilatoPilato ist Aktivist und Musiker. Er war am 16. Mai am Flughafen bei der Einreise festgenommen worden. Er war nach Sambia zurückgekehrt, um an einem Gerichtsverfahren teilzunehmen, das ab dem 25. Juni gegen ihn und fünf weitere Aktivisten geführt werden soll. Die Anklage lautet auf "Ungehorsam gegenüber gesetzlicher Anweisungen" und Verstoss gegen Paragraf 127 des Strafgesetzbuchs, Pilato droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren.

Die Aktivisten waren 2017 festgenommen worden, weil sie gegen den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen zu exorbitante Anschaffungskosten protestiert hatten. Zum geplanten Beginn des Gerichtsverfahrens im Januar 2018 befand sich Pilato nicht mehr in Sambia, weil er mit dem Tode bedroht wurde. Er musste wegen seines im Dezember 2017 veröffentlichten Songs fliehen, der den Titel "Koswe Mumpoto" (Ratte im Topf) trug. Von Mitgliedern der Regierungspartei Patriotic Front (PF) war das Lied als Beleidigung des Präsidenten Lungu aufgefasst worden.


 
2. Juni 2018

61 Unterschriften für unsere öffentliche Appellaktion an den russischen Präsidenten Vladimir Putin zugunsten des gewaltlosen politischen Gefangenen und Leiters der NGO Memorial in Tschetschenien, Oyub Titiev.

Die Untersuchungshaft für Oyub Titiev wurde wieder um einen weiteren Monat bis zum 9. Juni verlängert. Rechtsmittel gegen die Haftverlängerung wies der Oberste Gerichtshof der Tschetschenischen Republik zurück. Titiev war am 9. Januar 2018 festgenommen und dann mehrere Stunden ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten worden. Er wird fälschlicherweise des Drogenbesitzes beschuldigt. Amnesty International befürchtet, dass Oyub Titiev in Haft gefoltert wird.

Zeitgleich gab es einen Anstieg von Angriffen auf Büros von Memorial und deren Angestellten, was mit der anhaltenden Strafverfolgung von Oyub Titiev in Verbindung gebracht wird. Amnesty International ist überzeugt, dass dies Teil eines abgestimmten und politisch motivierten Versuchs ist, Menschenrechtsverteidiger in Russland generell einzuschüchtern und so zum Schweigen zu bringen.

Amnesty International fordert von der russischen Regierung, umgehend eine unparteiische und wirksame Untersuchung sowohl der Umstände einzuleiten, die zu Oyub Titievs willkürlicher Inhaftierung führten, als auch zu den Angriffen gegen Memorial-Büros und deren Angestellte. Die für diese Angriffe Verantwortlichen sind vor Gericht zu stellen.


 
5. Mai 2018

Unser alljährliche Amnesty-Büchermarkt am Freisinger Marienplatz erbrachte Spenden in Höhe von €847. Herzlichen Dank an alle Spender und begeisterten Bücherfreunde.


 
7. April 2018

56 Protestpostkarten aus unserer öffentlichen Appellaktion gingen an den ägyptischen Präsidenten al-Sisi. Die einzige Klinik im Land, die gefolterte Menschen behandelt - das Nadeem-Zentrum für die Rehabilitierung von Opfern von Gewalt und Folter - wurde von der Regierung geschlossen, zwei der Leiterinnen erhielten Reiseverbote

Schläge, Elektroschocks, Herausreissen der Fingernägel - Folter durch Sicherheitskräfte ist Alltag in Ägypten. Doch Präsident al-Sisi leugnet dies, anstatt konsequent gegen die verbreiteten Menschenrechtsverletzungen durch seine Polizeikräfte vorzugehen. Statt dessen schlossen die Behörden die einzige Klinik, die in Ägypten Opfer von Folter behandelt.

Der Fall ist ein exemplarisches Beispiel für die Hetzjagd auf Menschenrechtsaktivisten, Regierungskritiker und Andersdenkende in Ägypten. Zehntausende Menschen wurden seit 2013 aus politischen Gründen inhaftiert. Ein neues NGO-Gesetz verbietet Organisationen jegliche Aktivitäten, die nicht von der Regierung genehmigt wurden. Es droht das Ende einer unabhängigen Zivilgesellschaft. Doch die unbeugsamen Frauen des Nadeem-Zentrums und viele andere mutige Bürgerinnen und Bürger nehmen das nicht hin. Sie machen weiter und halten so die Hoffnung auf ein Ägypten am Leben, in dem die Menschenrechte geachtet werden.


 
3. März 2018

72 Unterschriften für unsere öffentliche Appellaktion an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zugunsten des Menschenrechtsverteidigers Munther Amira.

Der palästinensische Menschenrechtsverteidiger und Koordinator des "Popular Struggle Coordination Committee" (PSCC), Munther Amira, muss sich wegen friedlicher Teilnahme an Protesten vor einem israelischen Militärgericht verantworten.

Munther AmiraMunther Amira ist ein palästinensischer Flüchtling aus Deir Aban in der Nähe von Jerusalem. Er lebt im Aida-Flüchtlingslager nahe Bethlehem und arbeitet dort als Sozialarbeiter und Direktor des Jugendbegegnungszentrums. Er wurde am 27. Dezember 2017 von israelischen Soldaten festgenommen, als er friedlich an einer Protestveranstaltung teilgenommen hatte, auf der die Freilassung der Aktivistinnen Ahed und Nariman Tamimi gefordert wurde.

Am 16. Januar ordnete das Militärgericht in Ofer im besetzten Westjordanland an, Munther Amira gegen Kaution freizulassen. Seine Freilassung wurde jedoch um 72 Stunden verzögert, damit die Militärstaatsanwaltschaft dagegen Rechtsmittel einlegen konnte, was am 18. Januar erfolgte. Am 1. Februar entschied das militärische Berufungsgericht dann, Munther Amira bis zum Ende seines Verfahrens in Haft zu behalten. Nach Berichten des Palestine News Network verlängerte das Militärgericht in Ofer am 21. Februar die Inhaftierung von Munther Amira bis zum 12. März 2018.

Einige der Vorwürfe, die gemäss der israelischen Militärverordnung 101 gegen ihn erhoben werden, wie z. B. die "Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration", sind keine international als Straftat anerkannten Handlungen. Amnesty International fordert die umgehende und bedingungslose Freilassung von Munther Amira, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der nur aufgrund der Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit inhaftiert ist.


 
3. Februar 2018

70 Unterschriften für unsere öffentliche Appellaktion an den kirgisischen Präsidenten zugunsten des Menschenrechtsverteidigers Azimjan Askarov.

Azimjan AskarovAzimjan Askarov verbüsst eine lebenslange Haftstrafe. Er war 2010 in einem Prozess, der nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entsprach, wegen Munitionsbesitzes und Beihilfe zu Mord in zwei Fällen angeklagt worden.

Nach Ansicht von Amnesty sind die Anschuldigungen gegen Azimjan Askarov konstruiert und zielen darauf ab, seine rechtmässige Menschenrechtsarbeit zu unterbinden. Der ihm vorgeworfene Mord an einem Polizisten wurde im Juni 2010 begangen, als der Süden Kirgisistans eine mehrtägige Gewaltwelle erlebte. Azimjan Askarov ist ethnischer Usbeke und Direktor der unabhängigen Menschenrechtsorganisation Vozdukh ("Luft"). Er filmte und fotografierte die Gewalt, die Tötungen und Brandanschläge, von denen vor allem ethnische Usbeken betroffen waren. Seinen Angaben zufolge wurde er in den ersten drei Tagen der Haft brutal geschlagen, um ihn zu zwingen, den Mord an einem Polizisten "zu gestehen" und andere Personen zu belasten. Diese Foltervorwürfe wurden bis heute nicht gründlich untersucht. Azimjan Askarov wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der UN-Menschenrechtsausschuss hat hingegen anerkannt, dass Azimjan Askarov gefoltert wurde, dass seine Inhaftierung willkürlich ist, seine Haftbedingungen zeitweise unmenschlich waren und dass ihm kein faires Verfahren gewährt wurde. Amnesty International betrachtet Azimjan Askarov als gewaltlosen politischen Gefangenen, der nur wegen seiner friedlichen Menschenrechtsarbeit inhaftiert ist.


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Die Mitglieder von Amnesty International setzen sich aktiv für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Sie engagieren sich in den lokalen Gruppen und sonstigen Strukturen des Vereins.

Amnesty-Mitglieder zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von € 60 (€ 30 für Schüler, Studierende und Erwerbslose). Die aktiven Mitglieder unserer Gruppe sind von diesem Beitrag befreit, da sie ihren persönlichen Einsatz in der Gruppe leisten.

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Amnesty International ist eine basisdemokratische Mitgliederorganisation. Als oberstes Beschlussorgan der deutschen Sektion legt die Jahresversammlung der Amnesty-Mitglieder die Politik der Sektion fest und wählt den ehrenamtlichen Vorstand, der diese Entscheidungen vertritt und umsetzt. Das hauptamtliche Sekretariat der Sektion unter Leitung der Generalsekretärin unterstützt den Vorstand im Tagesgeschäft.

Die internationale Politik von Amnesty International wird in vergleichbarer Weise bestimmt: Die weltweiten AI-Sektionen entsenden Delegierte in eine Internationale Ratstagung, deren Beschlüsse vom Internationalen Exekutivkomitee (Vorstand) umgesetzt werden. Das hauptamtliche Internationale Sekretariat ist verantwortlich für die weltweite Recherche, Kampagnen-Organisation und Öffentlichkeitsarbeit.


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Auf unseren monatlichen Gruppentreffen planen wir unsere Arbeit, bereiten wir unsere Aktionen in Freising vor und sprechen über vieles, was uns interessiert. Wollen Sie uns kennen lernen? Dann würden wir uns freuen, Sie bei einem unserer nächsten Treffen begrüssen zu können.


Unsere nächsten Gruppentreffen:

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 19 Uhr

und

Mittwoch, 21. November 2018, 19 Uhr



Treffpunkt im Haus der Vereine, FreisingUnsere monatlichen Treffen finden im Haus der Vereine, Raum 304/305, im Major-Braun-Weg 12, 85354 Freising, statt - am dritten Mittwoch jeden Monats um 19 Uhr.

Klicken Sie auf die Karte rechts, um den Weg zu unserem Treffpunkt in Freising zu sehen.


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